Ausbildung der Ausbilder (AdA-Schein nach AEVO)
Der AdA‑Vorbereitungskurs vermittelt angehenden Ausbilderinnen und Ausbildern alle wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, damit sie betriebliche Ausbildung verantwortungsvoll, rechtssicher und zugleich lernwirksam gestalten können. Dabei steht die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz im Mittelpunkt, denn diese umfasst vier zentrale Kompetenzfelder: Kommunikationskompetenz, Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit und Selbstmanagement. Durch diese ganzheitliche Ausrichtung entsteht ein stabiler Rahmen für eine moderne, verlässliche und zielgerichtete Ausbildung.
Die Teilnehmenden lernen, Lernprozesse systematisch zu planen, Auszubildende individuell zu fördern und die Ausbildungsqualität im Betrieb nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig bereitet der Kurs gezielt auf die IHK‑Prüfung nach der Ausbilder‑Eignungsverordnung (AEVO) vor, sodass alle fachlichen, pädagogischen und rechtlichen Anforderungen sicher erfüllt werden können. Die Prüfung wird anschließend – wie vorgesehen – von der jeweils zuständigen Industrie‑ und Handelskammer (IHK) abgenommen.
Was wir zur Vorbereitung bieten
In unserem AdA‑Vorbereitungskurs begleiten wir Sie strukturiert, verständlich und praxisnah durch alle vier Handlungsfelder der AEVO‑Prüfung. Dadurch erhalten Sie einen roten Faden, der Ihnen Sicherheit gibt und Ihnen hilft, die Inhalte Schritt für Schritt aufzubauen.
Sie profitieren von einer klaren Lernstruktur, die Live‑Unterricht, interaktive Lernmodule, Unterweisungs‑Workshops und realitätsnahe Prüfungssimulationen umfasst. Diese Kombination stärkt Ihr Verständnis und ermöglicht es Ihnen, Lerninhalte direkt auf den eigenen Ausbildungsalltag zu übertragen.
Ergänzend dazu stehen Ihnen umfangreiche Selbstlernmaterialien wie Videos, Audios, Fallbeispiele, Trainingsfragen und Skripte zur Verfügung – inklusive einer vollständigen Unterweisungsaufgabe für die praktische Prüfung. So gehen Sie bestmöglich vorbereitet und selbstbewusst in Ihre IHK‑Prüfung.
Ihre beruflichen Einsatzmöglichkeiten reichen von der klassischen Tätigkeit als Ausbilderin oder Ausbilder bis hin zur verantwortungsvollen Rolle als ausbildungsverantwortliche Person, Ausbildungskoordination oder Mitarbeit in Bildungs‑ und Personalentwicklungsprozessen. Aufgrund des wachsenden Fachkräftebedarfs entstehen ausgezeichnete Zukunftsperspektiven in nahezu allen Branchen.
Die vier Kompetenzfelder des Ada-Scheins
Kommunikationskompetenz – Verständigung als Schlüssel zum Erfolg
Eine erfolgreiche Ausbildung entsteht durch klare, respektvolle und zielgerichtete Kommunikation. Deshalb lernen Sie im Lehrgang relevante Kommunikationsmodelle, Gesprächstechniken und Feedbackmethoden kennen. Diese unterstützen Sie dabei, mit Auszubildenden, Kolleginnen, Kollegen sowie Führungskräften konstruktiv und lösungsorientiert zu interagieren.
Schwerpunkte:
- Grundlagen gelingender Kommunikation und Körpersprache
- Aktives Zuhören und konstruktives Feedback
- Umgang mit Konflikten und Missverständnissen
- Förderung von Motivation und Lernbereitschaft
- Kommunikation im Generationen- und Kulturwandel
Ziel: Sie entwickeln eine wertschätzende Gesprächskultur, erkennen Missverständnisse frühzeitig und handeln souverän.
Problemlösungskompetenz – Herausforderungen sicher meistern
Dieses Kompetenzfeld fördert systematisches Denken und strukturiertes Handeln im Ausbildungsalltag. Sie entwickeln Strategien, um komplexe Herausforderungen zu erkennen, zu analysieren und nachhaltig zu lösen.
Schwerpunkte:
- Erkennen und Analysieren von Problemsituationen
- Entscheidungsfindung und Konfliktmanagement
- Methoden zur Förderung selbstständigen Lernens
- Fehlerkultur und Lernprozessbegleitung
Ziel: Sie reflektieren Ausbildungsprozesse differenziert und leiten passende Maßnahmen zur Verbesserung ab.
Teamfähigkeit – Zusammenarbeit gestalten und fördern
Gute Ausbildung funktioniert nur, wenn Zusammenarbeit gelingt. Deshalb stärkt dieses Modul das Verständnis für Teamdynamiken, Kooperation und gemeinsames Lernen.
Schwerpunkte:
- Rollen und Dynamiken in Ausbildungsteams
- Kooperation zwischen Ausbildern, Berufsschulen und Partnerbetrieben
- Methoden der Teamentwicklung und Führung
- Feedback- und Konfliktstrategien in Teams
Ziel: Sie gestalten Teamprozesse aktiv, bauen Vertrauen auf und nutzen Synergien effektiv.
Selbstmanagement – Organisation und Balance im Ausbildungsalltag
Effektives Selbstmanagement ist entscheidend, um Ausbildungsaufgaben souverän zu erfüllen und dabei als Vorbild zu wirken.
Schwerpunkte:
- Zeit- und Stressmanagement in der Ausbildungsplanung
- Eigenmotivation und Reflexion des eigenen Führungsstils
- Lern- und Arbeitsorganisation
- Gesundheitsbewusstsein und Belastungssteuerung
Ziel: Sie stärken Ihre persönliche Leistungsfähigkeit und handeln auch in anspruchsvollen Situationen strukturiert und ruhig.
Ihre Zukunftschancen nach Abschluss des Ada-Vorbereitungskurses
Ihre künftigen Einsatzmöglichkeiten reichen vom Ausbilder über die Ausbildungsperson im Betrieb bis hin zur Bildungs- oder Weiterentwicklungskoordination. Zudem bieten sich gute Zukunftsperspektiven durch den steigenden Bedarf an qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbildern in Unternehmen.
Kursstruktur und Module
Der AdA‑Vorbereitungskurs folgt den vier offiziellen Handlungsfeldern der AEVO. Jede Lerneinheit baut auf der vorherigen auf und kombiniert rechtliche, pädagogische und organisatorische Inhalte, damit Sie sicher in Ihrer Rolle als Ausbilderin oder Ausbilder handeln können.
Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
- Vorteile und Nutzen betrieblicher Ausbildung
Dieses Kapitel zeigt die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und pädagogischen Vorteile einer betrieblichen Ausbildung. Dazu gehören Fachkräftesicherung, langfristige Personalentwicklung, Bindung junger Talente sowie soziale Verantwortung.
- Strukturen des Berufsbildungssystems und seine Schnittstellen
Dieses Kapitel vermittelt ein klares Verständnis für das duale Ausbildungssystem. Dabei werden die gesetzlichen Grundlagen (BBiG, AEVO, HwO), die Rollen der Kammern, der Berufsschulen sowie der beteiligten Partnerinstitutionen erläutert. Dadurch erkennen Teilnehmende, wie Lernorte zusammenwirken und welche Pflichten Ausbilderinnen und Ausbilder erfüllen müssen.
- Auswahl geeigneter Ausbildungsberufe
Hier lernen Teilnehmende, anhand betrieblicher Tätigkeiten passende Ausbildungsberufe zu identifizieren. Dabei werden Anforderungen aus Ausbildungsordnungen, betriebliche Eignung und Entwicklungsperspektiven berücksichtigt. Praktische Übungen zeigen, wie Ausbildungsprofile erstellt und mit strategischen Zielen der Personalentwicklung verknüpft werden.
- Eignung des Betriebes für die Ausbildung prüfen
Dieses Kapitel erklärt, wie Betriebe ihre Ausbildungsfähigkeit feststellen. Teilnehmende analysieren personelle, räumliche und organisatorische Voraussetzungen. Dazu gehören Ausstattung, Qualifikation des Fachpersonals und geeignete Lernorte. Praxisbeispiele veranschaulichen, wie Betriebe diese Kriterien erfüllen und nachweisen.
- Einsatz vorbereitender Maßnahmen
Vorgestellt werden alle wichtigen Maßnahmen, die Jugendliche auf die Ausbildung vorbereiten – von Einstiegsqualifizierungen über Praktika bis hin zu Berufsorientierungsprojekten. Teilnehmende bewerten, wann solche Maßnahmen sinnvoll sind und wie sie zu reibungslosen Übergängen beitragen.
- Mitwirkung bei der Ausbildungsbedarfsplanung
Dieses Kapitel zeigt, wie Ausbildung strategisch in die betriebliche Personalplanung eingebettet wird. Teilnehmende lernen, Ausbildungsplätze bedarfsorientiert zu planen, demografische Entwicklungen zu berücksichtigen und relevante Kennzahlen (z. B. Fluktuation, Nachfolgebedarf) auszuwerten.
Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung mitwirken
- Betrieblicher Ausbildungsplan
Teilnehmende erstellen einen Ausbildungsplan auf Basis der Ausbildungsordnung und betrieblicher Arbeitsprozesse. Sie strukturieren Lernphasen, koordinieren Lernorte und verbinden Theorie und Praxis sinnvoll. Praxisbeispiele zeigen, wie Arbeitsprozesse didaktisch übersetzt werden.
- Mitbestimmung und Interessenvertretung
Dieses Kapitel erläutert die Mitbestimmungsrechte von Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung. Praktische Szenarien verdeutlichen, wie Beteiligungsverfahren ablaufen und welche Rechte und Pflichten bestehen.
- Kooperationsbedarf und Lernortkooperation
Teilnehmende lernen, Kooperationen mit Berufsschulen, überbetrieblichen Bildungsstätten und Partnerbetrieben zu gestalten. Ziel ist eine gut koordinierte, durchgängige Ausbildung, die Motivation und Lernqualität erhöht.
- Auswahl geeigneter Auszubildender
Dieses Kapitel behandelt Auswahlverfahren, Bewerbungsprozesse, Gespräche und Eignungsdiagnostik. Teilnehmende üben, Anforderungsprofile zu erstellen und Bewerbungsunterlagen strukturiert zu bewerten. Themen wie Diversität und Chancengleichheit werden ebenfalls berücksichtigt.
- Berufsausbildungsvertrag und Eintragung
Hier geht es um die rechtssichere Gestaltung und Eintragung von Ausbildungsverträgen. Teilnehmende lernen verpflichtende Vertragsinhalte, mögliche Ergänzungen und relevante Fristen kennen. Häufige Fehler und deren Folgen werden anhand realer Beispiele erläutert.
- Ausbildung im Ausland
Dieses Kapitel zeigt, wie internationale Ausbildungsteile geplant und umgesetzt werden können – inklusive rechtlicher Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten (z. B. Erasmus+) und organisatorischer Aspekte.
Ausbildung durchführen
- Lernförderliche Bedingungen schaffen
Teilnehmende lernen, wie Motivation, Lernklima und Kommunikation im Betrieb gestaltet werden. Themen wie Lernpsychologie, Feedbackkultur, Motivationstechniken und der Umgang mit Lernhemmnissen werden praxisnah vermittelt.
- Soziale und persönliche Entwicklung fördern
Dieses Kapitel begleitet Teilnehmende dabei, Auszubildende in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Behandelt werden Selbstvertrauen, Konfliktverhalten, Fehlerkultur und der Umgang mit Herausforderungen während der Ausbildungszeit.
- Beurteilungsgespräche führen
Hier lernen Teilnehmende, wie sie Beurteilungs- und Feedbackgespräche vorbereiten, strukturieren und dokumentieren. Faire Bewertungskriterien und zielführende Gesprächstechniken stehen im Mittelpunkt.
- Ausbildungsmethoden und Medien auswählen
Vorgestellt werden vielfältige Ausbildungsmethoden – von der Vier-Stufen-Methode über Lehrgespräche bis hin zu Fallstudien und Rollenspielen. Zusätzlich geht es um den sinnvollen Einsatz digitaler Medien.
- Lernerfolgskontrollen durchführen
Die Teilnehmenden erfahren, wie Lernfortschritte überprüft, bewertet und dokumentiert werden. Dabei spielen formative und summative Prüfungsformen sowie klare Bewertungskriterien eine wichtige Rolle.
- Lernziele entwickeln und Lernbereiche verstehen
Dieses Kapitel erläutert, wie Lernziele nach kognitiven, affektiven und psychomotorischen Bereichen formuliert werden. Teilnehmende erstellen konkrete Lernziele und verknüpfen sie mit Kompetenzanforderungen.
- Zusatzqualifikationen und Verkürzungsmöglichkeiten
Teilnehmende erhalten einen Überblick über rechtliche Möglichkeiten zur Ausbildungsverkürzung und zu Zusatzqualifikationen. Dabei wird erläutert, wie leistungsstarke Auszubildende gezielt gefördert werden.
- Einführungsgespräche und Integration
Dieses Kapitel behandelt die organisatorische und soziale Integration neuer Auszubildender. Mit Einführungstagen, Teambuilding, Mentoring und Feedbackschleifen wird der Einstieg gut begleitet.
Ausbildung abschließen
- Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Dieses Kapitel vermittelt Strategien, um Auszubildende gezielt und sicher durch die Prüfungsphase zu begleiten. Schwerpunkt sind Wiederholungstechniken, Lernstrategien, Zeitplanung und Prüfungssimulationen.
- Zusammensetzung und Aufgaben des Prüfungsausschusses
Teilnehmende erhalten Einblicke in Aufbau, Funktion und Entscheidungsprozesse des Prüfungsausschusses. Sie lernen, wie Prüfende arbeiten und wie sie selbst ihre Rolle im Prüfungsprozess konstruktiv gestalten.
- Maßnahmen bei nicht bestandener Prüfung
Hier geht es um rechtliche Grundlagen (§ 21 Abs. 3 BBiG), Wiederholungsmöglichkeiten und die Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses. Teilnehmende lernen, wie sie Betroffene motivierend und lösungsorientiert unterstützen.
- Ausstellung von Zeugnissen und Feedbackgesprächen
Dieses Kapitel zeigt, wie Ausbildungszeugnisse rechtssicher, klar und wertschätzend formuliert werden. Außerdem lernen Teilnehmende, Abschluss- und Entwicklungsgespräche professionell zu führen.
weitere relevante Themen für den Ada-Schein
Unterrichts- und Ausbildungsmethoden
Dieses Kapitel behandelt didaktische Methoden wie Lehrgespräch, Rollenspiel, Planspiel, Projektarbeit und Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden reflektieren, welche Methode für welche Zielgruppe geeignet ist.
Medien- und Ausbildungsmittel
Hier geht es um Auswahl und Einsatz analoger und digitaler Medien. Bewertet werden Verständlichkeit, Motivation, Beteiligung und Nachhaltigkeit.
Lernprozessstufen & Lernhilfen (PADUA)
Das PADUA-Modell (Problemstellung – Aufbau – Durcharbeitung – Übung – Anwendung) hilft dabei, Lernprozesse strukturiert zu planen. Lernhilfen und Feedbackinstrumente unterstützen zusätzlich den Praxistransfer.
Dauer und Ablauf des AdA-Vorbereitungskurses
Der Kurs „Ausbildung der Ausbilder (AdA‑Vorbereitung nach AEVO)“ kann als intensives 4‑Tage‑Format absolviert werden – wahlweise an vier aufeinanderfolgenden Tagen oder an zwei Wochenenden. Dadurch entsteht ein kompakter, gut strukturierter Lernzeitraum.
Modul A – Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
Rechtliche Grundlagen (BBiG, AEVO), betriebliche Eignung, Ausbildungsplan erstellen
Modul B – Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung mitwirken
Auswahlverfahren, Vertragsgestaltung, Integration neuer Auszubildender
Modul C – Ausbildung durchführen
Lernmethoden, Motivation, Kommunikation, Konfliktlösung, Unterweisungstechniken
Modul D – Ausbildung abschließen
Feedback, Beurteilung, Simulation typischer Prüfungssituationen
Zeitlicher Rahmen
- etwa 8 Unterrichtsstunden pro Tag
- Tag 4 enthält ein intensives Prüfungstraining
- die IHK‑Prüfung erfolgt anschließend separat
Gebühren für den AdA-Vorbereitungskurs
400,- €
Format, Materialien und Prüfungsoption
Der Ada-Vorbereitungskurs wird vollständig online durchgeführt und kombiniert Live‑Unterricht mit flexiblen Selbstlernmaterialien. Dazu gehören Lesetexte, Videos, Audios, Trainingsfragen, Fallbeispiele und Übungsaufgaben. Dadurch können Sie im eigenen Tempo lernen und gleichzeitig im Live‑Unterricht offene Fragen klären.
Die Prüfung selbst wird von der zuständigen IHK durchgeführt und gliedert sich in:
- einen schriftlichen Teil mit Multiple-Choice- und programmierten Aufgaben (Dauer ca. 180 Minuten)
- einen praktischen Teil (max. 30 Minuten) mit Präsentation oder Durchführung einer Ausbildungssituation (max. 15 Minuten) sowie einem anschließenden Fachgespräch
Mit dem erfolgreichen Bestehen dieser Prüfung erwerben die Teilnehmenden den AdA-Schein nach AEVO, der bundesweit als Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung anerkannt ist.
Kompetenzorientierte Lernziele
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden:
- Ausbildungsprozesse rechtssicher und pädagogisch fundiert planen
- Auszubildende motivieren und gezielt fördern
- Lernprozesse methodisch begleiten und reflektieren
- Konflikte konstruktiv lösen und Teamstrukturen stärken
- das eigene Handeln im Ausbildungsalltag weiterentwickeln
Der Kurs „Ausbildung der Ausbilder (AdA‑Vorbereitung nach AEVO)“ vermittelt alle wichtigen Inhalte, um die IHK‑Prüfung sicher zu bestehen und anschließend kompetent als Ausbilderin oder Ausbilder tätig zu sein. Die erworbenen Kenntnisse stärken pädagogische, kommunikative und organisatorische Fähigkeiten und fördern eine verantwortungsvolle Ausbildungsarbeit.
Wir helfen auch in der Vorbereitung
Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme für den Ada-Schein
BAföG
Wenn Sie eine berufliche Weiterbildung mit öffentlich-rechtlichem Abschluss anstreben – z. B. im Rahmen Ihrer IHK-Vorbereitungskurse wie zur Aus- und Weiterbildungspädagogin / zum Aus- und Weiterbildungspädagogen, zur Berufspädagogin / zum Berufspädagogen, zur Personalfachkauffrau / zum Personalfachkaufmann oder zum Ausbilder (AdA) – ist die Förderung über das Aufstiegs‑BAföG (vormals Meister-BAföG) eine zentrale Möglichkeit. Diese Förderung bietet Ihnen einen Zuschuss zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (bis zu 50 % und darüber hinaus) sowie ein zinsgünstiges Darlehen für den restlichen Betrag. So sind Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu z. B. 15.000 Euro förderfähig. Der Zuschussanteil kann sich bei erfolgreichem Abschluss sogar auf bis zu 60 % der Darlehensverbindlichkeit erhöhen. Zudem kann bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich ein Monatsbeitrag zum Lebensunterhalt gezahlt werden – abhängig von Einkommen, Familienstand und Kindern (z. B. über 1.000 Euro monatlich möglich). Eine Altersgrenze für das Aufstiegs-BAföG existiert grundsätzlich nicht.
Stipendium
Für jüngere Fachkräfte bietet das Weiterbildungsstipendium eine ergänzende Option: Wenn Sie eine Ausbildung mit herausragendem Ergebnis abgeschlossen haben – z. B. Note 1,9 oder besser oder mindestens 87 Punkte – und zum Zeitpunkt der Antragstellung i. d. R. unter 24 Jahren sind (Ausnahmefälle bis etwa 27 Jahren möglich) – können Sie bis zu drei Jahre finanzielle Förderung für berufsbegleitende Weiterbildungen erhalten. Gefördert werden z. B. Seminare, Zertifikats- oder Fachkurse – und damit etwa auch Vorbereitungskurse auf IHK-Abschlüsse.
Bildungsschecks
Zusätzlich existieren bundes‐ bzw. landesbezogene Programme wie etwa Bildungsschecks oder Bildungsurlaub, bei denen ein Teil der Weiterbildungskosten übernommen wird. Bei Bildungsschecks übernehmen Bundesländer einen Anteil – häufig 50 % oder mehr – der Kosten, während Sie den Rest-Eigenanteil einbringen. Die konkreten Bedingungen (Höhe, Eigenanteil, Altersgrenze, Förderdauer) variieren je Bundesland. Auch eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber ist eine häufig genutzte Möglichkeit, insbesondere wenn die Weiterbildung im betrieblichen Interesse liegt.
Übersicht
Wir beraten Sie gerne individuell, welche Kombinationen der Förderung für Ihre Vorbereitung auf eine IHK-Prüfung sinnvoll sind – lassen Sie uns gemeinsam Ihre optimale Förderstrategie erarbeiten.
Förderprogramm | Fördergegenstand | Wichtige Voraussetzungen | Höhe / Besonderheiten |
|---|---|---|---|
Aufstiegs-BAföG (AFBG) | Zuschüsse und Darlehen für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, ggf. Zuschuss zum Lebensunterhalt | Öffentlich-rechtlicher Abschluss vorgesehen (z. B. IHK), keine Altersgrenze | Bis ca. 15.000 € förderfähig; 50 % Zuschuss zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren; zinsgünstiges Darlehen für den Restbetrag; bis zu 60 % Darlehenserlass bei bestandenem Abschluss |
Weiterbildungsstipendium | Förderung berufsbegleitender Weiterbildungen (z. B. IHK-Kurse, Seminare, Fachlehrgänge) | Herausragender Berufsabschluss (Note 1,9 oder besser bzw. mind. 87 Punkte); in der Regel unter 24 Jahren (Ausnahmen bis 27 Jahre möglich) | Bis zu 8.100 € Förderung über drei Jahre; kann flexibel für Kurs- und Materialkosten eingesetzt werden |
Bildungsscheck / Landesförderung | Teilkostenübernahme für Weiterbildungen | Je nach Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen; meist Eigenanteil von 50 % erforderlich | Höhe, Einkommensgrenzen und Förderumfang variieren nach Bundesland; häufig Zuschüsse zwischen 500 € und 2.000 € |
Bildungsurlaub | Freistellung von der Arbeit für Weiterbildung | Anspruch abhängig vom Bundesland; i. d. R. nach sechsmonatiger Betriebszugehörigkeit | Meist 5 Arbeitstage pro Jahr; Kurs muss als bildungsurlaubsfähig anerkannt sein |
Arbeitgeber-Kostenübernahme | Teilweise oder vollständige Kostenübernahme durch den Betrieb | Weiterbildung im betrieblichen Interesse; ggf. Rückzahlungsvereinbarung | Flexible Regelung; oft steuerlich absetzbar; Möglichkeit kombinierbar mit staatlicher Förderung |